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Die Hitze ließ nur die Dinge

Roman, 2009

 

Geschichte der Geschichte
Nach mehreren Mexikoreisen durch verschiedene Landesteile entstand ein vielschichtiger Roman, vielmehr ein poetisches Sprachwerk als ein klassischer Reiseroman. „Die Hitze ließ nur die Dinge“ schrieb ich entlang einer konkreten Reiseroute wie ein Roadmovie, verknüpfte die wechselnden Szenerien mit einer fiktiven Geschichte und mit existenziellen Fragen: nach persönlicher Identität, nach dem Originellen, dem unvergleichlich Neuen und Abenteuerlichen im Leben und seinen zwangsläufigen Wiederholungen und Routinen.
Es ist die Geschichte einer Leidenschaft, die im gemeinsamen Unterwegssein durch ein beeindruckendes Land zwischen heftiger Vergangenheit und einer problematischen Gegenwart sich in Liebe verwandelt und vertieft. „Die Hitze ließ nur die Dinge“ ist eine Eroberungsgeschichte (anlog zu den blutigen Eroberungen der Konquistadoren und diese persiflierend) auch in literarischer Hinsicht, ging es mir beim Schreiben doch um eine Art von „Landgewinnung“, um eine Beschwörung des Fremden, von Körper und Stimmungen in wechselnden (Stadt-)Landschaften…

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Kurzbeschreibung
Jan und Isabels erste gemeinsame Reise geht in die Ferne: nach Mexiko, in ein spannungsreiches, faszinierendes Land voller Gegensätze. Jan war hier schon einmal unterwegs, mit Caroline, exakt auf derselben Route. Auf halber Strecke hatte sie ihn verlassen. Was er Isabel verschweigt. Neues Spiel, neues Glück. Mit Isabel will er über den ‚toten Punkt’ hinausgelangen. Als sie begreift, dass er wiederholt, wo für sie alles neu und aufregend ist, erfährt ihre Liebe einen empfindlichen Riss. Sie versteht ihre Rolle nicht, nicht Jans Spiel. Umdrehen, aussteigen geht nicht. Schweigend, auf sich selbst zurückgeworfen, fahren sie weiter. Doch die Reise, die Erkenntnis ihrer Liebe beginnt sie zu verwandeln.
Ein zweites Paar: Nach ihrer ersten gemeinsam verbrachten Nacht lädt der Amerikaner Jeremy die deutsche Fotografin Christine zum Essen ein. Genau in das Restaurant, wo seine Frau einst an einem Herzanfall gestorben war. Am Morgen darauf will er abreisen. Christine hingegen packt eine erstaunliche Energie. Kann er ihr folgen? In einem entscheidenden Moment, während der Weihnachtstage im südmexikanischen Oaxaca, kreuzen sich die Wege beider Paare…
 

„Sie nickt ein. Die Hitze hat den Sinn aufgezehrt und nur die Dinge gelassen. Von ihrer Liebe lässt die Hitze nur die Körper, die einander finden, auch ohne Sinn, ohne Umwege, ohne Sprache und Gefühle. Ihre erhitzten Körper brauchen keinen Text. Zwischen ihnen ist kein Abgrund, der mit Silben zu füllen, keine Distanz, die mit Erklärungen zu überwinden, keine Nähe, die mit Bedeutungen zu steigern wäre. Ihre Körper fließen in eins. Fraglos, bedingungslos. Der eine ist die Vibration, die Körperschwingung des andern. Keine lange Rede, kein kurzer Sinn. So muss das Paradies sein. Sinnlich, nicht sinnvoll. Leichtsinnig, nicht gefühlsbeladen. Ausgelassen, nicht gedankenschwer. Ein gewissenloses Dasein in der Hängematte. Süßes Leben. Ein Strohhalm zwischen den Lippen, Hitze im Gesicht.“

„Sätze wie Spaten!”
Arnold Stadler

„Ihre suggestiven Bilder setzten sich fest, gestochen scharf und dennoch geheimnisvoll besitzen sie die Faszination von Traumbildern, poetisch und hintergründig spielen sie mit unseren Sehnsüchten.”
Irene Ferchl

„Die Hitze ließ nur die Dinge“ ist ein Muss für Tanzende, die mit den präzis konstruierten Figuren beim Nähe-und-Distanz-Tanz mithalten können. Es ist ein Roman, der sich beim Lesen zu drehen beginnt, wie man ein Kaleidoskop drehen kann.”
Tania Kummer, Radio DRS – Beste Bücher 2009!

„Susanne Fritz erzählt in ihrem hochliterarischen Roadmovie in betörend schöner Sprache vom Suchen, Finden und Verlieren der Liebe.”
Buchjournal, Geschenktipp 2009!

„Ein subtiles, intelligentes, in seiner Herbheit bisweilen verstörendes Buch.”
Stefan Tolksdorf, act life

„Präzise und bildmächtig.
Badische Zeitung
 
„Schön angelegter und ebenso schön, präzise und feinfühlig erzählter Roman über die Liebe, der nebenbei und im Hintergrund auch ein lesenswertes Mexiko-Portrait malt.
ekz-Bibliotheksservice

„Sprachgewaltige Bilder, einfühlsame Einblicke ins Seelenleben.”
Allmende
 

„Die Hitze ließ nur die Dinge“ Roman
Verlag Klöpfer & Meyer 2009
196 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, € 18,50
ISBN 978-3-940086-38-9