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Wir sind noch nicht geboren –
Antonin Artaud

Ein Nachtstück von Ingrid Israel
UA 1998 Stadttheater Freiburg
Mit Ullo von Peinen, Helmut Grieser
Kostüme: Lisa Brzonkalla
Bühne: Susanne Fritz, Hanna Nöthig
Regie: Susanne Fritz
 


Kurzbeschreibung
Ende der siebziger Jahre sucht der Philosph Sylvère Lotringer den Arzt und Psychotherapeuten Dr. Latrémolière auf, um mit ihm über Artaud zu sprechen. Jener hatte als junger Assistenzarzt in der psychiatrischen Anstalt von Rodez Artaud gegen dessen Willen mit Elektroschocks behandelt. Passagen aus diesem authentischen Gespräch hat Ingrid Israel ausgewählt und als losen Handlungsfaden mit Texten des surrealistischen Dichters, Gesellschaftskritikers und visionären Theatertheoretikers Antonin Artaud verwoben. Die Wucht und Poesie der Dichtersprache stört und zerreißt das Gespräch der erbitterten Diskutanten, die in der Sicht des Genies überraschend einig klingen.

Krankheit ist ein Zustand,
Gesundheit ist nur ein anderer.
Üblerer.
Ich meine feiger und gemeiner.
Kein Kranker, der nicht gewachsen wäre.
Kein Gesunder, der nicht eines Tages verraten hätte,
weil er nie krank werden wollte.
Wie jene Ärzte, unter denen ich litt.
Ich war mein Leben lang krank
und ich bitte nur,
es zu bleiben.
                                                           Antonin Artaud


Ein gelungenes und höchst anspruchsvolles Kabinettstück! Badische Zeitung

Das Wort kommt ebenso geschliffen wie Fritz’ Bewegungstheater. Ein kleiner Abend ganz groß. Kulturjoker